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Mehrwegwindel

Comeback der Mehrwegwindelaktion

Mit 1. Juni 2016 hat das Land NÖ die Förderung der Mehrwegwindeln eingestellt. Der Gemeindeverband hat daraufhin im Vorstand beschlossen, das Projekt zur Müllvermeidung weiter zu führen und den Förderbeitrag aufgestockt. Ab sofort erhalten jene Eltern, die das "Windelpaket" in Anspruch nehmen - je nach Variante - folgende Förderung:
Zusammensetzung der Förderung:
  • Variante A:
    Gemeindeverband Krems € 71,-
    Fachhandel € 29,-
  • Variante B:
    Gemeindeverband Krems € 35,50
    Fachhandel € 14,50

    Ausgabe des Gutscheines
    Der Gutschein ist am Gemeindeamt erhältlich. Voraussetzung ist, dass die Mutter (die/der Erziehungsberechtigte) in der Gemeinde hauptgemeldet ist. Der Gutschein kann vor der Geburt gegen Vorlage des Mutter-Kind-Passes oder nach der Geburt bei der Anmeldung des Babys bezogen werden.

    Alternativ zu den Mehrwegwindeln gibt es auch die GV-Windelsäcke.
    Pro Kind erhält jede Familie/Alleinerzieher eine Rolle Windelsäcke (10 Stk.) im Wert von € 64,90 (entsprechender Gutschein liegt am Gemeindeamt auf).
    In den letzten 6 Jahren kamen bereits mehr als 2.000 Jungfamilien in den Genuss der Förderaktion.

  • Die Alternative zum Windel-Müll

    Unsere Kinder starten meist mit einem riesengroßen ökologischen Fußabdruck ins Leben. Rund 1,5 Tonnen an Windel-Müll fällt im Schnitt pro Kleinkind bis zur Reinheit an - dabei können Einwegwindeln weder dermatologisch, wirtschaftlich noch ökologisch punkten. Die Alternative lautet wie so oft Mehrweg!

    Wie ein Segen erschien Manchen die Etablierung von Einwegwindeln aus Kunststoff. Schnell anzulegen und auch den Babys schienen die schlankere Form, die durch den Einsatz von Kunststoffmaterialien möglich wurden, zu gefallen. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten wie es schien.

    Doch mit der Zeit zeigten sich auch die vielen Mängel der Einwegwindeln. Von Hautrötungen bis hin zum Windelsor und Pilzinfekten werden Krankheitserreger durch die wenig atmungsaktiven Materialien sehr begünstigt.

    Die Kosten scheinen zwar momentan nicht besonders hoch, doch wenn man bedenkt, dass ca. € 40 pro Monat anfallen, summieren sich die Kosten bis ca. 2,5 Jahre schon auf € 1200 und sind damit kein unwesentlicher Faktor bei den Ausgaben mehr. Auch die Ökobilanz der Wegwerfwindel sieht nicht gut aus, wenn man bedenkt, dass jedes Kind im Laufe seiner Windelzeit bis zu 1.500 Kilogramm unverrottbaren Müll produziert. In der Deponie hält sie sich sogar bis zu 500 Jahre.

    Lange Zeit konnten Mehrweg-Windeln dem wenig entgegenstellen. Zu schwierig war die Handhabung, zu dick und unbequem die verwendeten Stoffe. Mittlerweile alles kein Thema - immer mehr Eltern kommen auf den Geschmack und entscheiden sich wieder für Mehrwegwindeln verschiedenster Anbieter! Neben der gesunden Ökobilanz stehen auch deutlich geringere Kosten (ca. die Hälfte unter Berücksichtigung der Reinigung von Mehrwegwindeln) und eben auch gesundheitliche Aspekte im Vordergrund.